Kinderschutzkonzept

Für die MOGLi Waldtage & Camps

1. Leitbild & Haltung

Bei den MOGLi Waldtagen und Camps steht der Schutz und das Wohlbefinden der Kinder im Mittelpunkt.

 

Unsere Angebote schaffen naturnahe Erfahrungsräume, in denen Kinder frei spielen, forschen, sich ausprobieren und wachsen dürfen – in Sicherheit, Geborgenheit und gegenseitigem Respekt.

 

Wir glauben daran, dass Kinder die Natur nicht nur erleben, sondern als Lebensraum und Lehrmeisterin erfahren sollen. In der Begegnung mit der Natur entwickeln sie Vertrauen in sich selbst, Verantwortung für andere Lebewesen und ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Gemeinschaft.

 

Unsere Haltung ist geprägt von den Grundsätzen der MOGLi Stiftung:

  • Achtsamkeit im Umgang mit Mensch und Natur.
  • Selbstwirksamkeit fördern – Kinder sollen erleben, dass ihr Handeln Wirkung hat.
  • Vertrauen und Verlässlichkeit als Basis jeder Beziehung.
  • Ganzheitliches Lernen durch unmittelbare Erfahrungen in der Natur.

 

Wir verstehen Kinderschutz als gelebte Haltung, nicht als Pflichtaufgabe.
Dazu gehört, Kinder zu stärken, ihre Grenzen zu achten und sie in ihrer individuellen Entwicklung zu begleiten.

 

Mit diesem Schutzkonzept unterstreichen wir, dass wir als Veranstalter der MOGLi Stiftungsangebote dem Schutz der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen höchste Bedeutung beimessen.

 

Jedes Kind hat das Recht, sich sicher, respektiert und gesehen zu fühlen.

 

2. Geltungsbereich

Das Konzept gilt für alle MOGLi-Angebote (Waldtage, Camps, Workshops etc.) und für alle Beteiligten:

  • Teammitglieder (haupt- und ehrenamtlich)
  • Praktikant*innen
  • externe Partner*innen

 

3. Prävention

3.1 Auswahl & Grundregeln

  • Alle Mitarbeitenden legen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vor.
  • Neue Mitarbeitende werden zu Beginn in die Grundsätze von Kinderschutz, Aufsichtspflicht und Nähe-Distanz-Regeln eingewiesen.

3.2 Verhaltenskodex

  • Respektvoller Umgang miteinander, keine diskriminierende oder verletzende Sprache.
  • Körperkontakt nur in angemessener Form und niemals gegen den Willen eines Kindes.
  • Kein Alleinsein mit Kindern in geschlossenen Räumen.
  • Fotos/Videos nur mit schriftlicher Einverständniserklärung der Eltern.

3.3 Sensibilisierung der Kinder

  • Kinder werden über ihre Rechte informiert („Du darfst Nein sagen“, „Du wirst ernst genommen“).
  • Kinder können Feedback und Beschwerden jederzeit äußern.

 

4. Aufsicht & Sicherheit

  • Betreuungsschlüssel: Wir achten auf eine sichere Gruppengröße, sodass jedes Kind gesehen und betreut wird.
  • Klare Absprachen im Team: Wer ist zuständig? Wo bewegen sich die Kinder? Sammelpunkte werden vereinbart.
  • Notfallvorsorge: Erste-Hilfe-Material vor Ort, alle Notfallkontakte der Kinder liegen bereit.
  • Sicherheitsregeln zu Feuer, Werkzeug und Naturgefahren werden klar vermittelt.

 

5. Verfahren im Verdachtsfall

5.1 Vorgehen

  1. Beobachtung dokumentieren.
  2. Meldung an die verantwortliche Leitungsperson.
  3. Interne Beratung im Team, ggf. Rücksprache mit Vertrauenspersonen aus dem erweiterten Umfeld.
  4. Wenn erforderlich: Kontakt zu offiziellen Stellen (Jugendamt, Polizei) – im Ernstfall mit Unterstützung von Eltern.

5.2 Grundsätze

  • Im Zweifel gilt: Schutz des Kindes hat Vorrang.
  • Informationen werden vertraulich behandelt, aber notwendige Schritte werden klar kommuniziert.

 

6. Beteiligung & Beschwerde

  • Kinder können sich jederzeit an eine Vertrauensperson im Team wenden.
  • Am Ende jedes Waldtages/Camps gibt es eine Feedbackrunde.
  • Eltern können ihre Anliegen jederzeit an die Projektleitung richten.

 

7. Kinderschutz-Ansprechperson

  • Für jedes Angebot benennt MOGLi eine verantwortliche Person (z. B. Camp-Leitung).
  • Diese Person dokumentiert Fälle und ist zentrale Ansprechstelle für Kinder, Eltern und Team.

 

8. Dokumentation & Weiterentwicklung

  • Auffälligkeiten werden schriftlich festgehalten.
  • Das Konzept wird regelmäßig überprüft und an die Erfahrungen aus den Veranstaltungen angepasst.

 

9. Externe Unterstützung

  • Wir haben keine formalen Kooperationen, sind uns aber bewusst, dass wir im Ernstfall externe Hilfe benötigen können.
  • Sollte ein schwerwiegender Fall auftreten, ziehen wir öffentliche Stellen (Jugendamt/Polizei) oder externe Beratung hinzu.
 
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